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1000 Fragen an mich selbst - Teil 12


1000 Fragen an mich selbst #12

221: Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?

Ganz bestimmt. Ist mir aber noch nicht wirklich passiert, da ich als "Krebs" eher vorsichtig bin und mich erst dann wirklich öffne, wenn ich mich halbwegs sicher fühle. Denn Freundschaft bedeutet für mich auch authentisch zu sein und genauso genommen zu werden, bzw. den anderen auch genauso zu nehmen und zu lieben, wie er oder sie ist. Ich habe da auch mal einen ganz schönen Spruch gelesen, der ist so toll
Es gibt Menschen, die muss man gar nicht lange kennen, und genau das passiert. Das habe ich schon erlebt. Daher glaube ich auch an Freundschaft auf den ersten Blick. Es gibt einfach Menschen, mit denen mich etwas ganz tief verbindet und da reichen oft wenige Blicke für aus, um das zu erkennen.

222: Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?

Ja, und das ist so wichtig! Mit jeder Pause gewinnen wir Energie und neue Kraft, um uns wieder unseren Aufgaben zu widmen. Die Natur macht es uns doch vor. Das Herz zum Beispiel schlägt öfter nicht, als dass es schlägt. Es gibt sogar eine Studie, wo Schwerstarbeiter immer, ich glaube, 10 Minuten gearbeitet, 15 Minuten geruht haben. Die Vergleichsgruppe hat durchgearbeitet. Man darf sich nun mal fragen, wer am Ende mehr geschafft hat. Und warum schlafen Babys wohl so viel? Weil sie einfach auch soooo viel Lernen müssen

223: Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?

Ja, das war ganz schlimm für mich, weil ich tatsächlich schon seit 8 Jahren verheiratet war und es auch nach wie vor noch bin. Das war eine Zeit in der ich sehr mit meinen Gefühlen gerungen und auch viel mit meinem Mann gesprochen habe.

224: Steckst du Menschen in Schubladen?

Leider passiert mir das immer wieder. Obwohl ich das ganz schrecklich finde. Seit meinem Soziologiestudium hinterfrage ich das aber zunehmend. Denn tatsächlich bewerten wir Menschen dadurch und das steht uns nicht zu.


225: Welches Geräusch magst du?
Vogelgezwitscher und Meeresrauschen


226: Wann warst du am glücklichsten?
siehe Frage 233. Aber auch nach meiner Eheschließung 
und nach den Geburten, als das schlimmste überstanden war. Und jetzt immer dann, wenn ich am Meer oder im Wald bin.
Oder wenn es diese kleinen besonderen Momente mit den Kindern gibt. Kurz bevor wieder irgendwas völlig unerwartet Katastrophales passiert. Im Ganzen hält es sich wohl die Waage. Ich kann auch nicht sagen, ob es Glück in unterschiedlichem Ausmaß wirklich gibt. Höchstens vielleicht in der Dauer, in der man es fühlt. Ich kann Glück ziemlich häufig und intensiv fühlen. Vielleicht ist das auch eine meiner Gaben. Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass ich in so vielen Dingen wirklich Glück habe und glücklich sein kann.

227: Mit wem bist du gern zusammen?

Mit Personen, die mich so mögen, wie ich wirklich bin. Wenn ich mich nicht verstellen muss, um angenommen zu werden. Das sind für mich die schönsten und angenehmsten Treffen. Manchmal genieße ich es auch sehr mit der Familie zu sein. Und zwar genau so lange, bis wieder irgendwer irgendwas von mir möchte... Das können die Mamas hier bestimmt nachvollziehen...

228: Willst du immer alles erklären?

Nee, das macht auch nicht wirklich Sinn. Außer manchmal, wenn es mir wirklich wichtig ist, dass mich jemand versteht.


229: Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?

Ängste gehabt ja, sogar ganz furchtbare. Aber überwunden? Ich glaube nicht, Das waren Situationen, die ich nicht noch mal erleben möchte. Also wird sich ihnen zu stellen schwierig. Das eine war in einem für unser Auto zu niedrigem Parkhaus und das andere, war auf einer steilen, schmalen, mega übergefrorenen Straße, auf der ich im Schleichtempo wieder rückwärts zurück gerutscht bin, weil ich wegen der Glätte nicht mehr vorwärts weiterkam ohne völlig wegzurutschen. Überwindet man Ängste, indem man immer wieder schwanger wird? 

230: Was war deine größte Jugendsünde?

Dass ich meinen Exfreund betrunken übelst beschimpft habe. Sonst fällt mir da nichts ein


231: Was willst du einfach nicht einsehen?

Dass meine Kinder meine Ideen oft nicht so gut finden.


232: Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?

Dass ich nachts von zu Hause getürmt bin, als meine Mutter den Telefonstecker rausgezogen hat und dass mein Bruder und meine Schwester am Sonntag dann Zuhause geblieben sind, um mich durchs Fenster reinzulassen, da meine Eltern das Türschloss ausgetauscht hatten.


233: Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben?

Ich glaube meinen 18. Geburtstag oder den Tag an dem ich meinen patriarchalischen Segen bekommen habe. Das waren zwei ganz besonders schöne Tage. Frei von Leid, Sorgen oder Schmerzen. 

234: Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?

Mehr Zeit! Denn alles Geld der Welt bringt mir nichts, wenn meine Zeit abgelaufen ist.


235: Würdest du gern in die Zukunft schauen können?

Ja und Nein. Manchmal würde ich gerne sehen, wie es so in 10 oder 15 Jahren ist, ob die Kinder dann immer noch dieselben Probleme haben. Auf der anderen Seite will ich es dann doch lieber nicht wissen. Manchmal ist es besser, dass ich in die Dinge hineinwachsen kann, ohne zuvor zu wissen, was noch so auf mich zukommt. Hoffnung und auch Vertrauen sind mir sehr wichtig. Braucht man die noch, wenn man eh in die Zukunft gucken kann? Das ist doch schon Kontrolle... Ich gucke lieber in die Vergangenheit (alte Fotos), um zu sehen, was schon alles Tolles passiert ist.


236: Kannst du gut deine Grenzen definieren?

Ja, ich habe dafür ein ziemlich starkes Feingefühl. Allerdings fällt es mir bei meiner Familie schwer. Da fühle ich mich schnell für alles verantwortlich oder auch schuldig. Selbst wenn ich eigentlich nichts gemacht habe.

237: Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?

Hm, ich weiß es nicht. Ich glaube aber nicht, ich bin eher der "Ich-renne-vor-Gefahren-davon" - Typ. Einmal fing ein wildfremder Typ an, mich (16 Jahre jung) intim zu begrabbeln. Ich bin sofort im Zug bis nach ganz vorne getürmt.


238: Hast du einen Tick?

Ich verlege andauernd Sachen und finde sie dann lange nicht wieder... außerdem kontrolliere ich jedes Mal, ob ich das Auto auch wirklich abgeschlossen habe

239: Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?

Sowohl als auch. Ich sehe Glück definitiv als Ergebnis einer bestimmten Lebenseinstellung. Heute begegnete es mir als besonderer Moment. Wir wollten morgen unseren alten Ofen und die kaputte Waschmaschine wegbringen... Auto leerräumen, schwere Geräte einladen, wegfahren, etc... dann kam heute der Schrotthändler in unsere Straße gefahren, als ich just vom Einkaufen zurück, aus dem Auto stieg. Ich gab ihnen einen Eimer voll Metallschrott und als sie fragten, ob ich noch mehr hätte, erwähnte ich den Ofen und die Waschmaschine, die bereits in der Garage parat standen - für morgen. Haben sie doch direkt mitgenommen. Was habe ich mich heute über diese zwei starken Männer und unseren freien Samstagvormittag gefreut. Wenn das nicht Glück ist, dann weiß ich auch nicht...


240: Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?

Mit den Menschen, die ich liebe.


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