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1000 Fragen an mich selbst - Teil 17


1000 Fragen an mich selbst #17

321: Was gibt dem Leben Sinn?

Arbeit. Das klingt jetzt vielleicht total komisch. Aber stellt euch mal ein Leben vor in dem es nichts zu tun gäbe, rein gar nichts. Selbst spielen ist für die Kinder harte Arbeit, wo sie unendlich viel lernen. Arbeit verleiht ein tief befriedigendes Gefühl von Wert und auch Schöpfung. Das Gefühl etwas erreicht zu haben, etwas geschaffen zu haben. Sogar Wehen werden im Englischen ja als labor, (Arbeit/Mühe) bezeichnet.
Wie schön ist es, wenn man die Küche fertig hat, die Wäsche wieder frisch duftend im Schrank liegt, man wieder ein sauberes Bad betritt. Oder frisch geduscht abends in ein frisch bezogenes Bett zu gehen. Ein fertiggestelltes oder vielleicht auch ein restauriertes Möbelstück, ein neu renovierter Raum. Klar kann man Arbeiten delegieren. Das ist auch gut so. Dennoch ist es für mich ein tief befriedigendes Gefühl, die Kinder abends selbst erfolgreich ins Bett gebracht zu haben. Das Selbstwertgefühl steigt mit unseren Arbeiten. Arbeiten kann zudem Depressionen minimieren. Arbeiten in welcher Hinsicht auch immer gibt meinem Leben Sinn, auch wenn es Arbeiten gibt die mir zuwider sind. Aber die Gegensätze in unsrem Leben erfüllen es mit Vielfalt und Sinn. Was wäre uns unsre Gesundheit wert, wenn wir niemals krank würden?

322: Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Oh so einiges. Ich weiß gar nicht wo ich da anfangen soll. Lauter so kleine Dinge eben, die manches leichter gemacht hätten. Z.B das Wissen um das innere Kind. Und vieles in Erziehungsfragen.
Als Teenager hätte ich zum Beispiel gerne gewusst, wie viel Spass so manches Karussel macht. Im Heidepark war ich immer die,  die auf die Taschen aufgepasst habe. Als ich mich nach Jahren dann doch mal getraut habe, habe ich mich über all die Zeit des Rumstehens und Wartens gegrämt.


323: Wie alt fühlst du dich?
Eine Frage über die ich erst kürzlich nachgedacht habe. Irgendwie fühle ich mich häufig wie eine junge Schülerin, dann wieder wie eine erfahrene Frau und im nächsten Moment wieder völlig unerfahren. Wie heißt es doch so schön, man ist so alt, wie man sich fühlt und ich glaube das ist auch gut so.


324: Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Ganz ehrlich, fast immer Dinge, die mich stören.... angefangen bei meiner schiefen Nase, Pickeln, Barthaaren oder auch einfach mal meine Mimik. Es gibt noch so vieles an mir, was ich lernen muss anzunehmen. Manchmal stehe ich aber auch abends vorm Spiegel - besonders wenn der Tag oder irgendetwas besonders gut lief - und denke: Was für eine tolle Frau. Das hätte ich gerne viel öfter und daher arbeite ich daran, die zu werden, die ich sein möchte.


325: Kannst du gut zuhören?
Auch daran arbeite ich. Viel zu oft bin ich damit beschäftigt mir zu überlegen, was ich antworten oder wie ich helfen könnte....


326: Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
Da fällt mir nichts spezifisches zu ein. Außer die Frage: Darf ich spielen? Auf Playstation und Co bezogen... Und diese Frage hasse ich, weil es immer eine bessere Alternative gibt.

327: Ist alles möglich?
Ja. So ziemlich. Wo ein Wille ist, gibt es auch immer einen Weg. Genauso wie man eine Ausrede findet, um etwas nicht zu tun. Selbstdisziplin und Selbstliebe sind ausschlaggebend, ob ich etwas wirklich erreichen kann.


328: Hängst du an Traditionen?
Jein, denn am liebsten orientiere ich mich an Bedürfnissen. Traditionen empfinde ich oft als zu star. "Das haben wir immer schon so gemacht."  Solange es passt, können sie aber auch seeehr schön sein! So wie unser Bonbonglas der besonderen Momente, dass an Silvester gelesen und geleert wird.


329: Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Ja, falls ich tatsächlich finstere Gedanken habe... Ich bin ein sehr direkter und offener Mensch und nehme kein Blatt vor den Mund. Nagut ich kann mich mittlerweile auch schon gut zurückhalten... Achtsamkeit und so. Es hilft.

330: Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Insgesamt oder nur äußerlich? Äußerlich so der Richard Gere Typ. Insgesamt ist mir wichtig, dass er gut zuhören und offen mit mir sprechen kann. Dass er sich für den Haushalt nicht zu schade ist und gerne Zeit mit seinen/unseren Kindern verbringt. Er sollte ehrlich, gläubig und zuverlässig sein. Er sollte gerne mit mir Zeit verbringen wollen und mir Raum für mich geben. Für mich da sein, wenn ich mal nicht mehr kann oder verzweifelt bin und nicht nur nach Lösungen suchen. Die gibt es manchmal nicht. Er sollte nicht immer alle Schuld auf sich nehmen und mich liebvoll auf grobe Fehler meinerseits hinweisen. Er sollte zufrieden und humorvoll sein und auch unbedingt weinen können. Und er sollte unbedingt für sich selbst sorgen können im Sinne von Selbstfürsorge. Er sollte offen für Veränderungen sein und auch treu. Ganz wichtig finde ich, dass man sich selbst bemüht so zu sein, wie man sich den Partner wünscht.


331: Wonach sehnst du dich?
Mich ganz und gar so anzunehmen, wie ich bin und warum auch immer nach Fuerteventura. Ich liebe das Meer und dort kann ich auch unmittelbar zu mir selbst finden.


332: Bist du mutig?
Früher hätte ich vermutlich direkt nein gesagt. Heute sehe ich das anders. Ich habe 6 Kinder, ich stehe zu meinen Gefühlen und zu meinen Schwächen, und ich wage mich immer mal wieder in schwierige Situationen. Natürlich gibt es auch Situationen in denen ich nicht mutig bin, aber das sind wohl eher Lapalien.
Außerdem ist die Antwort auch ein bisschen bei Frage 322 zu finden. Im Endeffekt ärgert man sich über Dinge, die man aus Angst verpasst hat. Es lohnt sich also Mut zu haben und auch Mut zu machen!

333: Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Jein. Aber für vieles! Zum Beispiel Sonnenauf- und - untergänge


Wenn man sich Kinder wünscht, gibt es ja auch häufig die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Im Grunde gibt es den nicht wirklich.
Wenn man Pläne macht, kommt meist das echte Leben dazwischen und das ist auch gut so. Und das ist auf vieles bezogen so. Was mir eher in den Sinn kommt, ist zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein...


334: Wofür bist du dir zu schade?
Den Mülleimer (seelisch) für andere zu spielen.

335: Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Auf gar keinen Fall. Ich bin ein Herdentier!


336: Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Es gibt solche Momente, aber sie sind sehr selten. Wirklich stolz war ich, als die Waage mir angezeigt hat, dass ich meine 10 Extrakilos, die ich seit 3 Jahren mit mir rumgeschleppt habe, wieder los bin!


337: Bist du noch die Gleiche wie früher?
Ja und nein. Im Kern schon, dass habe ich besonders bei der Arbeit mit meinem Inneren Kind festgestellt. Aber ich habe mich in vielem sehr weiterentwickelt. Unter anderem was Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Mut angeht.


338: Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Weil sie mir sehr viel bedeutet!


339: Welche schlechten Angewohnheiten hast du?
Ich bin ziemlich ungeduldig und oft auch zu vorwurfsvoll. Und ich räume den Geschirrspüler heimlich um, wenn keiner da ist. Außerdem bin ich zuviel am Handy und drücke mich vor unbequemen Dingen.

340: Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Ich hoffe es doch.

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